„FRIEDE, FREUDE ... EIERKUCHEN?“

KARIKATUREN ZU KALTEM KRIEG & FRAGILEM FRIEDEN VON 1945 BIS HEUTE

2. August bis 1. November 2020 – Cartoonmuseum Brandenburg – Luckau

Am 2. August eröffnet das Cartoonmuseum der Cartoonlobby im Brandenburgischen Luckau seinen offiziellen Ausstellungsbeitrag zum Thema "Krieg & Frieden" im Rahmen von Kulturland Brandenburg.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges sehen wir heute gleichbedeutend mit dem Beginn des Kalten Krieges. Das Jahr 1945 läutete aber - zumindest in Europa - auch eine Epoche von 75 Jahren des Friedens ein. Abgesehen vom Krieg im ehemaligen Jugoslawien und in der Ukraine hält diese bis heute an.

Doch war dieser Frieden auch jederzeit gefährdet – aufrechterhalten durch ein unfassbares „Gleichgewicht des Schreckens“. Durch Wettrüsten und atomare Bedrohung zweier sich feindlich gegenüberstehender Gesellschaftssysteme mit unvereinbaren Ideologien. Überall auf der Welt wurden - dieser Bedrohung ungeachtet - unzählige Stellvertreterkriege und Auseinandersetzungen zwischen diesen Systemen und mit ihren Militärallianzen um politische Einflussnahme und ökonomische Ressourcen geführt.

„Friede, Freude, Eierkuchen“ ist eine geläufige Redewendung, die eine nur oberflächlich intakte, scheinbar friedlich-sorglose Fassade innerhalb einer Gesellschaft beschreibt. Oft steht sie lapidar dafür, dass man Probleme verdrängt, statt sie wirklich zu lösen.

Das Cartoonmuseum Brandenburg der Cartoonlobby mit ihrer „Sammlung Museen für Humor und Satire“ präsentiert - letztmalig am Luckauer Standort - eine Sonderausstellung im Rahmen des Themenjahres "KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg - Kulturland Brandenburg 2020“.

Das Museum zeigt unter dem Motto „KARIKATUREN ZU KALTEM KRIEG & FRAGILEM FRIEDEN VON 1945 BIS HEUTE“ eine Auswahl von ca. 160 Arbeiten und Dokumenten. Die Schau greift dabei auf die umfangreichen Bestände des bewahrten Kulturerbes mit rund 40 000 Originalgrafiken, insbesondere aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, zurück und ergänzt diese Auswahl durch Material von Zeichner*innen der Cartoonlobby aus der jüngsten Vergangenheit. Insgesamt sind rund 50 Karikaturistinnen und Karikaturisten aus ganz Deutschland an dem Ausstellungsprojekt beteiligt.

Im Mittelpunkt stehen die Bilder eines geteilten Europas, des Kalten Krieges, der Wiedervereinigung und zur aktuellen Weltlage. Diese spiegeln die politischen Verhältnisse in ganz Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wider und die Auseinandersetzungen zwischen zwei grundverschiedenen Gesellschaftssystemen, die ihre Zuspitzung im geteilten Deutschland fanden.
Hier trafen die Bündnisse der NATO und des Warschauer Paktes in Europa aufeinander, wird das Wettrüsten zwischen den USA und der damaligen UdSSR thematisiert und der Kampf der Supermächte um politische Herrschaft auf der Welt.
Die Karikaturen zeigen aber auch das Ringen um Frieden und Abrüstung –die Bemühungen um friedliche Koexistenz.

Die Überwindung der Teilung Europas, als Fortschritt und Chance nach 1989, wird ebenso deutlich werden – wie die Gefahren, die durch Populismus und Nationalismus für den Frieden in Europa und der Welt drohen.
Längst spricht man von einem neuen „Kalten Krieg“ in Anbetracht der Weltpolitik vergangener Jahre. 30 Jahre danach stehen sich die USA und Russland immer noch unversöhnlich gegenüber und neue Player sind dazu gekommen als Bedrohung für den Weltfrieden.
Finden die Kriege zurzeit nicht hier bei uns statt - so sind wir dennoch auf vielfältigste Weise an ihnen direkt oder indirekt durch Bündnisverpflichtungen oder Interessenslagen beteiligt.

Anschaulich und unkonventionell können Karikaturistinnen und Karikaturisten in ihren Zeichnungen Geschichte begreifbar und den Zeitgeist sichtbar machen. „Was haben wir aus der Geschichte gelernt?“ fragt die Ausstellung mit eindrucksvollen Bildern und kann dennoch nur Denkanstöße liefern in ihrem begrenzten Umfang.

Das Cartoonmuseum will damit einen interessanten Beitrag im Rahmen des Kulturlandjahres leisten und Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen mit anderen Einrichtungen auch über Brandenburg hinaus liefern. Es möchte auf das Potential, eines solchen einzigartigen, Museums aufmerksam machen und Einblicke in den Kunstschatz gewähren, der zum Ende des Jahres 2020 dringlichst ein neues zu Hause in der Hauptstadtregion benötigt. Das Aus in Luckau ist mit dem Ausstellungsende am 1. November 2020 nach 10 Jahren erfolgreicher Arbeit besiegelt.
Partner und Unterstützer für eine Fortsetzung des Vorhabens, wie Räumlichkeiten für deren Weiterführung werden derzeit immer noch gesucht.


Beteiligte Künstler*innen aus der Sammlung: Manfred Bofinger, Heinz Behling, Peter Dittrich, Joseph W. Huber, Ernst Jazdzewski, Heinz Jankofsky, Helmut Jaček, Karl Koppe, Harald Kretzschmar, Peter Müller, Lothar Otto, Harri Parschau, Andreas Prüstel, Lothar Schneider, Karl-Heinz Schoenfeld, Horst Schrade, Reiner Schwalme, Ottfried Zielke.

… hinzu kommen die Cartoonlobbyist*innen: Harm Bengen, BURKH, Rainer Demattio, Bernd Eisert, FEICKE, Ulrich Forchner, Annika Frank, Marcus Gottfried, Katharina Greve, Steffen Gumpert, Rainer Hachfeld, Philipp Heinisch, Barbara Henniger, Steffen Jahsnowski – Herschel, JAMI, HOGLI, Petra Kaster, Matthias Kiefel, Kostas Koufogiorgos, Kriki, Valeriu Kurtu, MIRK, Til Mette, MOCK, NEL, Ari Plikat, Harry Prüfert, SOBE, Klaus Stuttmann, Tricomix, Jan Tomaschoff, Freimut Woessner.


Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres "KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg - Kulturland Brandenburg 2020“

Kulturland Brandenburg 2020 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen.

Mit freundlicher Unterstützung der Investitionsbank des Landes Brandenburg.


Alle Informationen auf www.cartoonmuseum.de !


 

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