Wortmeldungen

NEU !!! Und im Aufbau ... Texte und Meinungen zu Karikatur, Cartoon, Satire, Humor und Komische Kunst

 

 Cartoon von Ottfried Zielke - 1995

Gesammelte BösARTigkeiten vom "Arbeiter- und Bauernsohn" Ottfried Zielke (1936-2016)

Die Stiftung Museen für Humor und Satire erinnert an den Künstler und sein Werk

Am 16. Juli 2021 hätte er seinen 85. Geburtstag im Oderbruch feiern können - wäre er nicht 2016 verstorben.  Cartoons, komische Zeichnungen, Malerei, Visuelle Poesie, satirische Skulpturen, Buchobjekte ... alle diese Fassetten und noch mehr gehörten zum Schaffen des Zeichners Ottfried Zielke.


 

Es gibt dieses ungeschriebene „Gesetz“ der ersten 100 Tage, die man Personen in neuen Führungspositionen gewähren soll bevor man ein erstes Fazit zieht. Seit nun 67 Tagen ist der neue Nebelspalter online unterwegs. Ja den gibt´s noch. Aber da er sich einerseits eisern hinter einer Paywall versteckt und andererseits einfach nicht wirklich auffällt merkts kaum jemand. Von der ursprünglichen Idee, einen Schweizer "Canard enchaîné" zu schaffen, eine Mischung aus Satire, Karikatur und Comedy einerseits - und tagesaktuellen Journalismus andererseits, ist bisher nur der zweite Teil zu erkennen:
Tagesaktueller, rechts-bürgerlicher Journalismus.

Unwürdig

Der singenden Kunst baut man bombastische Opernhäuser, der Schauspielkunst grandiose Theater, der Kunst der Malerei prächtige Museen, der göttlichen Botschaft gewaltige Kirchen und der Kunst des Herrschens prunkvolle Schlösser.

Und was ist mit dem Humor? Dem man immense Wirkung auf Mensch und Gesellschaft zuschreibt, dem man magische, heilende Kräfte attestiert, ja sogar für den einzig Befähigten hält, als global Regierender der Welt den ewigen Frieden zu bringen? Wo steht sein würdiges Haus, in dem man die Kunst der Karikatur preisen und diese famosen Energie genießen kann? Vielleicht dort, wo einst Heinrich Zille seinen genialen Pinsel schwang, in der Hauptstadt Berlin? Denkste, Puppe.
Geld für die Kunst des Lachens? Diesem stoßartigen, lauthalsen Geräusch mit dem unkontrollierten Körperzucken? Abgelehnt! Bitte wenden Sie sich doch an den nächsten Arzt oder Apotheker.

Peter Butschkow

 

Zeitgleich mit Somm's neuem Nebelspalter gingen ehemalige Nebelspalter-Mitarbeiterinnen und Schweizer Satireschaffende am Donnerstag Morgen früh mit #werbrauchtschonsatire online:

Die (Deutsch-)Schweizer Satire ist auf dem Rückzug: Gerade hat eine millionenschwere Investorengruppe den "Nebelspalter" aufgekauft und will seinen Satireanteil auf unter 50% drücken – zugunsten liberaler Anliegen aus der Privatwirtschaft."
Weltweit sieht es nicht besser aus: Aus Angst vor Shitstorms werden Cartoonisten freigestellt oder verlieren den Rückhalt ihrer Redaktionen. Satirische Beiträge fallen der Rentabilität zum Opfer oder werden gratis auf Social Media herumgereicht.

Da fragen wir uns: Braucht es Satire überhaupt noch?!

Gezeichnete, getextete und gefilmte Antworten darauf findet Ihr unter https://wer-braucht-schon-satire.ch/

Schaut vorbei!

Viele haben es sicher schon mitbekommen:

Das älteste noch erscheinende Satiremagazin der Welt, der Nebelspalter, wurde aufgekauft.

In wenigen Tagen startet der Nebelspalter mit einem völlig neuen Onlineauftritt. Die Idee der Investoren und des neuen Chefs ist, täglich bis zu 5 politisch aktuelle Artikel zu veröffentlichen. Nun muss man wissen, dass mit Markus Somm ein Vollblutjournalist neuer Inhaber ist, welcher ganz klar dem bürgerlich-konservativen Lager zuzuordnen ist (In Jugendjahren Trotzkist!). 70 Investoren aus der Schweizer Wirtschaft hat er zusammengetrommelt, jeder investiert 100'000 Schweizer Franken. Bis in 4 Jahren muss der Nebelspalter selbsttragend sein. Alle Beteiligten stehen mehr oder minder der Schweizerischen FDP nahe (ziemlich deckungsgleich mit der deutschen FDP), einige wenige auch der SVP des rechtskonservativen Patron Christoph Blocher. Der jedoch selber nicht beteiligt ist. Viele aus der Bankenbranche (Schweiz halt!), Autoimporteure, Börsenspekulanten die viel Geld machten in den letzten Jahren. Ihnen geht es vor allem um mehr politische Macht in der Schweiz, gegen weitere Verträge mit der EU (!), im Prinzip um mehr Einfluss im Land. Somm hat eine neue Redaktion in Zürich aufgebaut mit Journalist*innen, die definitiv alle politisch gleich positioniert sind wie er und seine Investoren. 

Sind seine Bücher rassistisch?

Deutschlandfunk Kultur

Sein Nachlassverwalter spricht von „verletzenden Darstellungen“. Den Rassismus-Vorwurf hält Comic-Experte Andreas Platthaus für unzutreffend – er ...


 

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