Das Warten hat ein Ende

PM des Museums

Die  Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung im Sommerpalais  öffnet wieder am 5. Mai 2020.

 © Zeichnung von Dirk Meissner

Auch wenn es einige Einschränkungen geben wird – es dürfen nicht mehr als 50 Gäste gleichzeitig im Museum sein, die allgemeinen Hygienevorschriften und Abstandsregeln müssen eingehalten werden und eine Mund-Nasen-Maske ist wie in Geschäften und im öffentlichen  Nahverkehr ebenfalls zwingend erforderlich – ist das eine erfreuliche Nachricht.
Es erwartet Sie die Ausstellung von Dirk Meissner „Sagen Sie jetzt nicht, das ist Kunst…“, die nun bis zum 30. August verlängert ist . In Ergänzung dazu werden vorerst  auch Meissners Blättern zum Thema „Corona spezial“  weiterhin in den Fenstern des Gartensaals gezeigt.

Ab dem 21. Mai präsentieren wir die Ausstellung „Her Royal Highness Princess Elizabeth - 250. Geburtstag einer leidenschaftlichen Sammlerin“
Bei ihrer Geburt am 22. Mai 1770 trug Elizabeth den Titel einer Königlichen Prinzessin von Großbritannien und Irland, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg. Ihr Vater König George III. stammte aus dem Hause Hannover, ihre Mutter Charlotte war eine geborene Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz. Mit 14 Geschwistern wuchs Elizabeth in Buckingham House, in Windsor, in Frogmore House und anderen Schlössern auf, wo sie früh mit den Kunstsammlungen ihrer Vorfahren in Berührung kam und die Interessen ihrer Eltern für Architektur, Malerei und Gartenkunst aufnahm.

Elizabeth galt als die begabteste der Königskinder, die alle eine gediegene künstlerische Ausbildung erhielten. Von ihrer Familie wurde sie die „Muse“ genannt, denn sie kannte sich nicht nur mit allen malerischen und graphischen Techniken aus,  sie war auch eine der bedeutendsten Silhouettenschneiderinnen ihrer Zeit. Nicht zuletzt war sie ebenfalls architektonisch und innenarchitektonisch tätig.
Schon in früher Jugend legte Elizabeth den Grundstock für ihre umfangreiche und vielfältige Sammlung, die sie testamentarisch dem Hause Hessen-Homburg überließ. Dessen letzte Nachfahrin, Fürstin Caroline Reuß älterer Linie (1819-1872), erbte viele Jahre nach Elizabeths Tod etwa die Hälfte ihrer ehemals 15.000-20.000 Blätter umfassenden Graphiksammlung, aber nicht einmal ein Zehntel ihrer Bücher. Seit 1922 wird dieser Nachlass in der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung bewahrt.
In der Sonderausstellung aus Anlass des 250-jährigen Geburtstages der Prinzessin wird bis zum 4. Oktober ein repräsentativer Querschnitt aus dieser königlichen Collection vorgestellt.

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